
PARASCHAT HA'SCHAWUA
PARASCHAT HASCHAWUA :
Wajischlach / וַיִּשְׁלַח
DATUM:
Bis einschließlich 06.12.2025 (16. Kislew 5786)
INHALT:
Ja’akow bereitet sich auf die gefürchtete Begegnung mit seinem Bruder Esaw vor. Nachdem Ja’akows Boten ihm berichten, dass ihm Esaw mit einer 400 Mann starken Truppe entgegenkommt, unterteilt Ja’akow seine Familie in zwei Lager, um im Falle eines Kampfes wenigstens der Hälfte ein Entkommen zu ermöglichen. Gleichzeitig erfleht er seine Rettung von HaSchem und sendet Esaw vorab großzügige Geschenke zur Besänftigung zu.
In der gesamten Nacht vor der Begegnung mit Esaw ringt Ja’akow mit einem Mann, der sich später als Engel herausstellt. Als der Engel Ja’akow bis zum Morgengrauen nicht besiegen kann, verrenkt er ihm die Hüfte und verlangt, dass Ja’akow ihn ziehen lassen möge. Ja’akow erklärt sich unter der Bedingung damit einverstanden, dass der Engel ihn segnen möge. Daraufhin gibt der Engel Ja’akow den Zusatznamen „Jisrael“ – „G*ttesfechter“ und verschwindet anschließend.
Ja’akow sieht Esaw aus der Ferne auf sich zukommen und verneigt sich vor seinem Bruder siebenmal zur Erde. Als die beiden sich endlich begegnen, fallen sie sich schließlich vor Rührung weinend in die Arme! Nach einer kurzen, wohlwollenden Unterhaltung trennen sich die beiden wieder und Ja’akow zieht mit seiner Familie die Nähe der Stadt Schchem, wo er von Chamor, dem Statthalter Schchems, eine Landparzelle erwirbt. Chamors Sohn Schchem verliebt sich in Ja’akows Tochter Dina, bemächtigt sich ihrer und vergewaltigt sie. Daraufhin entsendet er seinen Vater Chamor zu Ja‘akow, damit er diesen darum bitten möge, dass Dina Schchems Frau werden könne. Chamor verspricht sich von einer Familienverbindung mit Ja’akow, an dessen Reichtum zu partizipieren.
Ja’akows Söhne, stimmen diesem Begehren unter der Bedingung zu, dass Schchem, Chamor und alle Männer in der Stadt sich beschneiden lassen. Chamor ist damit einverstanden. Am dritten Tag nach der Beschneidung aller Männer in Schchem ziehen Schimon und Lewi in die Stadt, befreien Dina. töten alle männlichen Einwohner – einschließlich Schchem und Chamor – und plündern die Stadt. Als Ja’akow davon erfährt ist er empört, fügt sich jedoch letztlich den Umständen.
HaSchem fordert Ja’akow auf, nach Bejt-El zu ziehen, was Ja’akow unverzüglich befolgt. Er baut dort einen Altar zu HaSchems ehren. Anschließend stirbt D’wora, Rachels Amme. HaSchem erscheint Ja’akow und erneuert den Segen des Engels, indem er Ja’akows zweiten Namen „Jisrael“ bestätigt. Anschließend zieht Ja’akow weiter. Kurz vor Efrat gebiert Rachel Ja’kow einen Sohn, stirbt jedoch bei dessen Geburt. Ja’akow nennt den Sohn „Binjamin“. Anschießend beerdigt Ja’akow Rachel auf dem Weg nach Efrat (=Betlehem). Schließlich erreicht Ja’akow nach 34 Jahren seinen Vater Jichtzchak. Dieser stirbt im Alter von 180 Jahren und wird von seinen Söhnen Esaw und Ja’akow begraben.
Die Parascha endet mit einer ausführlichen Beschreibung der Nachkommenschaft Esaws sowie der früheren Könige Se‘irs, die Esaws Familie aus ihrem Land verdrängt hat.