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Junge, der hebräische Buchstaben auf Tafel schreibt

PARASCHAT HA'SCHAWUA
 

PARASCHAT HASCHAWUA : 

Schoftim / שׁוֹפְטִים

DATUM:

Bis einschließlich 15.08.2026 (02. Elul 5786)

INHALT:

Mosche gebietet den Israeliten, nach deren Einzug in das Gelobte Land Richter und Staatsoffiziere einzusetzen, um die öffentliche Ordnung aufrecht zu erhalten. Weiterhin warnt Mosche die Israeliten davor, Opferaltare neben dem Tempel zu errichten bzw. Opfertiere mit körperlichen Defekten darzubringen. Israeliten, denen vor Gericht nachgewiesen werden kann, dass sie andere Götter – insbesondere Gestirne – anbeten, seien öffentlich zu steinigen. Soweit gerichtlich zu verhandelnde Fälle besonders kompliziert sind, seien sie den Kohanim (Priestern) im Jerusalemer Tempel zur Entscheidung vorzulegen, der dann unbedingt Folge zu leisten sei. Die Missachtung gerichtlicher oder priesterlicher Entscheidungen unterliege der Todesstrafe.

 

Mosche führt weiter aus, dass es den Israeliten erlaubt sei, im Gelobten Lande einen König einzusetzen, der dann allerdings auf das Studium und die strenge Einhaltung der Torah verpflichtet sei und seine Regierungstätigkeit in ihrem Sinne auszuüben habe. Des Weiteren stehe den Lewiten kein Anteil am Gelobten Lande zu. Stattdessen sei ihnen der Opferdienst zugeordnet, dessen Ausführung ihnen durch besondere Teile des Opfertierfleischs sowie durch die Erstlingsfrüchte und die erste Schafscherung zu vergelten sei. Außerdem stehe es den landlebenden Lewiten frei, nach Jeruschalajim zu übersiedeln. Mosche wiederholt nochmals das ausdrückliche Verbot, die Kulte der kanaanitischen Völker zu imitieren, um nicht wie sie aus dem Land vertrieben zu werden. Dazu gehören insbesondere Geisterbeschwörung, die Befragung von Toten, Weissagung und andere okkultistische Praktiken.

 

Als nächstes erklärt Mosche den Israeliten, dass es in jeder Generation einen Propheten zur Verkündung von HaSchems Willen geben werde – gemäß dem Wunsch der Israeliten bei der Offenbarung am Berge Sinai, dass sie das Wort haSchems nicht direkt hören möchten. Dem Wort dieser Propheten sei unbedingt Folge zu leisten. Falsche Propheten seinen hingegen der Todesstrafe zuzuführen, wobei sie daran zu erkennen seien, dass ihre Voraussagen nicht einträfen. An dieser Stelle wiederholt Mosche nochmals das Gebot, die drei Fluchtstädte für Mordverdächtige zu erreichten, denen drei weitere solche Städte hinzuzufügen seien, wenn das Staatsgebiet sich entsprechend erweitere. Sofern sich herausstelle, dass ein Mordverdächtiger unabsichtlich gehandelt habe, sei er in den Fluchtstädten vor dem Bluträcher aus der Sippe des Getöteten sicher. Andernfalls haben die Ältesten der betreffenden Stadt den Mörder an den Bluträcher herauszugeben.

 

Mosche gebietet den Israeliten, dass sie die territorialen Grenzen zwischen Nachbarn zu wahren haben. Gerichtliche Schuldsprüche seien nur auf Basis mindestens zweier gleichlautender Zeugenaussagen zulässig, wobei das Gericht die Zuverlässigkeit von Zeugenaussagen zu prüfen habe. Sofern sich herausstelle, dass eine vorsätzliche Falschaussage vorliege, sei mit dem entsprechenden Zeugen so zu verfahren, wie mit dem ursprünglich Beschuldigten verfahren worden wäre, wenn die Zeugenaussage zugetroffen hätte.

 

Für den Fall, dass die Israeliten in den Krieg zögen, habe der Kohen (Priester) den Soldaten vorab zu versichern, dass haSchem mit ihnen sein werde, so dass sie nichts zu befürchten hätten. Personen, die über ein uneingeweihtes Haus, einen noch nicht geernteten Weinstock oder eine noch nicht vollzogene Ehe verfügten, seien vom Wehrdienst auszuschließen. Bevor gegen eine weit entfernt gelegene Stadt zu Felde gezogen werde, sei ihren Haltern die friedliche Übergabe anzubieten. Erst wenn diese abgelehnt werde, sei die Stadt zu belagern und im Falle eines Sieges alle männlichen Einwohner zu töten, während die weiblichen Einwohner nebst Vieh und materiellen Gütern in Besitz zu nehmen seien. Bei der Eroberung nahegelegener Städte der ehemaligen Bewohner des Gelobten Landes seien hingegen alle Einwohner zu töten, so dass sie die Israeliten nicht zu Götzendienst verführen können. Die Früchte fruchttragender Bäume in eroberten Städten stünden den Israeliten zu, die Bäume dürfen jedoch nicht gefällt werden.

 

Wenn ein Mordopfer außerhalb einer Stadt gefunden werde und der Mörder nicht ermittelt werden könne, haben die Ältesten und Richter zu vermessen, welches die nächstgelegene Stadt sei. Die Ältesten dieser Stadt hätten dann anschließend eine Färse über einem Flusslauf darzubringen. Nachdem die Kohanim den Ältesten anschließend beim Händewaschen assistiert haben, haben die Ältesten zu erklären, dass ihnen keine Blutschuld zur Last zu legen sei und für die Israeliten um Vergebung für das Vergießen des Blutes eines Unschuldigen zu bitten.

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